Seit Februar 2022 tritt auf der Plattform X ein Account unter dem Namen „kater hofmann“ in Erscheinung. Sein Auftritt gibt sich politisch, kritisch und aufklärerisch. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch ein anderes Bild; gezielte Angriffe auf Einzelpersonen, die Verbreitung einseitiger Narrative und eine Form der Kommunikation, die regelmäßig in persönliche Herabwürdigung umschlägt.
Im Visier ist der Staat Israel, Juden und Jüdinnen, israelsolidarische Menschen sowie Personen die sich öffentlich gegen Antisemitismus positionieren. Sie werden über den Account wiederholt angegriffen, häufig mit abwertender Sprache, persönlichen Unterstellungen und bewusst zugespitzten Übertreibungen.
Nach dem Drei-D-Test für Antisemitismus und IHRA-Defintion sind mehrere Posts auch antisemitischer Natur.
In jüngster Zeit richtet sich der Blick zunehmend auch auf Exil-Iraner und oppositionelle Stimmen, die sich gegen das iranische Regime stellen.
Hinter dem Account steht nach vorliegenden Erkenntnissen Peter K., nachfolgend P genannt.
Mehrere voneinander unabhängige Hinweise, sowie eigene Recherchen deuten darauf hin, dass sich der Lebensmittelpunkt von P im brandenburgischen Lübbenau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz befindet. Diese Einordnung stützt sich nicht auf ein einzelnes Indiz, sondern auf eine Reihe sich ergänzender Hinweise (Vollständiger Name und Anschrift von P liegen der Redaktion vor und wurden sicherstellend überprüft.).
Konkrete Hinweise statt bloßer Vermutungen
Ein Facebook-Profil, das P zugeordnet werden kann, liefert dabei entscheidende Anhaltspunkte. Am 26. August 2024 veröffentlichte der Profilinhaber in einer lokalen Gruppe aus Lübbenau einen Beitrag, in dem er schildert, dass ihm am Bahnhof Lübbenau ein Fahrrad gestohlen wurde. Die Beschreibung ist konkret, lokal verortet und enthält Details, die kaum aus der Distanz konstruiert werden können. Dieser Beitrag spricht deutlich dafür, dass sich die Person tatsächlich vor Ort aufhält. Gleichzeitig enthält das Profil widersprüchliche Angaben, etwa die öffentliche Nennung von Bangkok dem angeblichen offiziellen Wohnort. Diese Diskrepanz zwischen überprüfbaren Inhalten und Selbstdarstellung wirkt nicht zufällig, sondern deutet auf eine bewusste Verschleierung hin. Recherchen allerdings ergaben, dass sich P wohl tatsächlich längere Zeit in Thailand aufhielt.
Identität über Plattformen hinweg nachvollziehbar
Neben textlichen Hinweisen liefern auch Bildinhalte klare Anhaltspunkte. Auf dem Facebook-Profil sind mehrere Fotos einer Person zu sehen. Dieselbe Person taucht in einem Beitrag auf X auf, den der Account „kater hofmann“ selbst veröffentlicht hat.
In diesem Beitrag beschwert sich der Account darüber, dass ein Foto heimlich aufgenommen worden sei, während er sich privat mit jemandem getroffen habe, und bezeichnet die beteiligten Personen pauschal als „Rassisten“.
Entscheidend ist die visuelle Übereinstimmung, denn die auf dem X-Beitrag erkennbare Person stimmt in Erscheinungsbild, Gesichtszügen und Körperhaltung mit der Person auf dem Facebook-Profil und in öffentlichen Auftritten überein.

Diese Übereinstimmung ist ein weiterer belastbarer Baustein, der den Account direkt mit der identifizierten Person verbindet.


Selbstdarstellung zwischen Provokation und ideologischer Aufladung
Auch die Inhalte des Facebook-Profils geben Aufschluss über Auftreten und Selbstinszenierung. Ein früheres Titelbild zeigt ein Kinderfahrzeug in Form eines Panzers mit deutlich erkennbarem Balkenkreuz der Wehrmacht. Dazu wurde der Text veröffentlicht: „Army: Tanks Are For Children’s Day, Not Coup“ (Armee: Panzer sind für den Kindertag da, nicht für einen Staatsstreich). Es ist bemerkenswert und aufklärungsbedürftig, dass hier ein vorbelastetes Symbol mit einer ambivalenten Textbotschaft verknüpft wird.

Ein weiteres Bild zeigt P selbst in einem langen Ledermantel auf einem winterlichen Waldweg und einer alten Fotokamera in der Hand. Die Bildsprache wirkt kühl und kontrolliert und erinnert in ihrer Ästhetik an Darstellungen, die historisch aus militärischen und autoritären Kontexten bekannt sind.

Hinzu kommen Inhalte wie ein Video, in dem er Schlangenwhisky konsumiert, sowie Beiträge mit dem Hashtag „chemtrails“. Letzterer ist aus verschwörungsideologischen Milieus bekannt, die immer wieder Überschneidungen mit antisemitischen Narrativen aufweisen.



In der Zusammenschau ergibt sich ein Gesamtbild, das nicht zufällig wirkt, sondern bewusst gesetzt erscheint.
FDP-Politikerin und Aktivistin Karoline Preisler
P richtet sich immer wieder über einen längeren Zeitraum direkt an Preisler. Wie weit die Angriffe auf sie persönlich gehen zeigt ein besonders drastisches Beispiel: P formuliert sinngemäß, ob ihr bereits gesagt worden sei, dass man „keine Kinder schlägt, auch nicht die eigenen“.
Schon diese Aussage stellt eine massive persönliche Herabwürdigung dar. In den anschließenden Antworten verschärft er die Angriffe weiter. Er behauptet, Preisler habe vier Kinder und sei bereits mit 15 Jahren erstmals schwanger gewesen. Ergänzend unterstellt er ihr indirekt Alkoholkonsum während einer Schwangerschaft und versieht dies mit belehrenden Kommentaren über mögliche Schäden für Ungeborene. Diese Äußerungen sind nachweislich falsch und stellen falsche Tatsachenbehauptungen und eine strafbare Verleumdung dar und die dienen der öffentlichen Denunzierung.

Weitere Beispiele sind ein Beitrag vom 22. Februar 2025 in dem sie als „völkische Rechtspopulistin“ bezeichnet wird, obwohl sie dort als einzelne Gegenprotestierende auftrat. Die Etikettierung wirkt konstruiert und dient erkennbar der Diffamierung.

Am 03. April 2025 wird ein Tweet von Karoline Preisler als „Preislerfiktion“ herabqualifiziert. Der eigentliche Inhalt wird dabei falsch wiedergegeben. Dabei folgen die Darstellungen einem erkennbaren Prinzip; Aussagen werden verkürzt oder in einen neuen Kontext gestellt, der sie angreifbar macht. Erreicht wird dies durch eine Wortwahl, die nicht auf Einordnung, sondern auf Abwertung zielt. In mehreren Beiträgen erscheint Preisler nicht als politische Akteurin, sondern als Person, deren Aussagen grundsätzlich infrage gestellt oder ins Lächerliche gezogen werden können. Kommentare und Wertungen dienen nicht der sachlichen Debatte, sondern zielen darauf ab, Preisler als Person anzugreifen und herabzuwürdigen.

Journalisten und instrumentalisierte Eskalation
Neben Politikern, Aktivisten oder oppositionellen Gruppen werden auch Journalisten zur Zielscheibe von P. Durch gezielte Angriffe auf seinem Profil, versucht er deren Glaubwürdigkeit zu untergraben und sie öffentlich bloßzustellen.
Die Konsequenzen dieser Herabwürdigungen reichen weit über verbale Anfeindungen hinaus und gleichen für die Betroffenen einem öffentlichen Spießrutenlauf. P fungiert hierbei als geistiger Brandstifter für physische Übergriffe im öffentlichen Raum. Eine explizite Abkehr von Gewalt erfolgt nicht, im Gegenteil: Durch die hämische Kommentierung und Banalisierung realer Gewaltszenen legitimiert und verstärkt er diese Tendenzen in seinen Publikationen zusätzlich.

Pro-palästinensische Aktivisten wie „Xberger“ werden von P als (freie) Journalisten inszeniert, agieren jedoch provokativ: Sie filmen in angespannten Lagen, suchen die Konfrontation mit Gegendemonstranten und Polizei und verbreiten aus dem Kontext gerissene Reaktionen. P deutet dies zu angeblichen Angriffen auf Journalisten und Pressefreiheit um, blendet Ursachen aus und stützt so sein Narrativ. Medien werden als „System-“/„Lügenpresse“ diffamiert; wiederholt kommt es zu psychischer und physischer Gewalt sowie Beleidigungen – auch gegen Polizisten. Insgesamt sind Angriffe auf israelsolidarische Stimmen und Antisemitismuskritik zentraler Bestandteil dieser Kommunikationsstrategie.
Exil-Iraner als neues Ziel
In jüngerer Zeit richtet sich der Fokus von P verstärkt auf Exil-Iraner und oppositionelle Gruppen, die sich gegen das iranische Regime positionieren. Insbesondere dann, wenn diese sich zugleich israelsolidarisch äußern, geraten sie zunehmend ins Zentrum seiner Beiträge. Auffällig ist die Art der Darstellung.
P verbreitet wiederholt Videos von Demonstrationen, in denen oppositionelle Iraner als aggressiv oder eskalierend erscheinen. Diese Aufnahmen werden jedoch nicht neutral eingeordnet, sondern mit emotional aufgeladenen Kommentaren versehen. In seinen Beiträgen ist unter anderem von einem „Mob“ die Rede, der gegen Journalisten vorgehen würde, oder von angeblichen „Feinden unserer offenen Gesellschaft“. Solche Formulierungen sind nicht beschreibend, sondern bewusst wertend und tragen zur pauschalen Abwertung der gezeigten Personen und der gesamten Community bei. Gleichzeitig bleibt der Kontext dieser Szenen regelmäßig unberücksichtigt. Die verbreiteten Aufnahmen stammen häufig aus Situationen, in denen gezielt provoziert wird – etwa durch bewusstes Filmen in angespannten Momenten, das gezielte Aufsuchen von Gegenprotesten oder das Herstellen von Konfrontationen.


Diese Dynamik wird in den Beiträgen jedoch nicht sichtbar. Stattdessen erscheinen die Reaktionen der Gefilmten als Ausgangspunkt der Eskalation. Auf diese Weise entsteht ein verzerrtes Bild, in dem oppositionelle Iraner pauschal als aggressiv oder unkontrolliert erscheinen. Einzelne Szenen werden verallgemeinert und auf ganze Gruppen übertragen.
Die journalistischen Beiträge von Iman Sefati werden regelmäßig zum Gegenstand von Angriffen. Dabei findet keine sachliche Auseinandersetzung statt; stattdessen wird seine Person gezielt diskreditiert. Durch eine spöttische und herablassende Rhetorik wird eine inhaltliche Kritik durch persönliche Abwertung ersetzt. Auch dieser Themenkomplex fügt sich nahtlos in das bereits erkennbare Kommunikationsmuster ein: gezielte Auswahl von Bildmaterial, sprachliche Zuspitzung und das Ausblenden zentraler Zusammenhänge.

Die Beiträge sind dabei häufig nicht nur polemisch, sondern in Teilen klar herabwürdigend formuliert und darauf angelegt, ein negatives Gesamtbild der betroffenen Personen und Gruppen zu erzeugen.
Anmerkend muss hier festgestellt werden, dass P bei pro-palästinensischen und Mullah-solidarischen Demonstrationen, nicht nur Sachen aus dem Kontext reißt, sondern Teil der Szene ist.
Der Fall Moritz Wimmer
Auch politische Akteure geraten gezielt ins Visier, wenn sie sich im Kontext israelsolidarischer Positionen oder oppositioneller Proteste äußern. Ein Beispiel dafür ist der FDP-Politiker Moritz Wimmer. In mehreren Beiträgen greift P ihn direkt an und versieht seine Auftritte mit abwertenden Kommentaren.

Dabei nutzt er Formulierungen, die deutlich über politische Kritik hinausgehen. So wird Wimmer unter anderem als „Starmonarchist“ bezeichnet; eine Unterstellung, die keine inhaltliche Einordnung darstellt, sondern eine bewusst abwertende Etikettierung ist.
In weiteren Beiträgen wird seine Teilnahme an Veranstaltungen im Kontext iranischer Opposition und israelsolidarischer Positionen in einen Zusammenhang gestellt, der ihn als Teil einer angeblichen „Kriegsbegeisterung“ erscheinen lässt. In diesem Zusammenhang wird etwa formuliert, dass vor dem Brandenburger Tor „einen Krieg mit Süßigkeiten feiern“ werde; eine zugespitzte Darstellung, die einzelne Eindrücke generalisiert und emotional auflädt. Diese Wortwahl ist kein Ausreißer, sondern typisch für die Kommunikation von P.

Aussagen werden nicht nur kritisiert, sondern durch sprachliche Zuspitzung entstellt. Begriffe werden so gewählt, dass sie maximale Wirkung entfalten, nicht Einordnung leisten. Auch im Fall Wimmer zeigt sich das bekannte Prinzip: Einzelne Personen werden wiederholt hervorgehoben, mit abwertenden Begriffen versehen und in ein negatives Gesamtbild eingebettet. Die Beiträge sind häufig darauf ausgerichtet, die Wahrnehmung der betroffenen Person gezielt zu beeinflussen.
Andreas Büttner: Wiederholung, Verzerrung und persönliche Angriffe
Die Auswertung der Beiträge zeigt, dass sich die Angriffe auf Andreas Büttner nicht nur in ihrer Häufigkeit, sondern auch in ihrer Struktur auffällig ähneln.

Es handelt sich nicht um vereinzelte Kritik, sondern um eine fortlaufende Form persönlicher und politischer Herabsetzung. Ein zentrales Element ist die ständige Wiederholung bestimmter Bezeichnungen. Büttner wird in zahlreichen Beiträgen immer wieder als „Mormone“ abgestempelt, häufig kombiniert mit politisch aufgeladenen Begriffen wie „Zionist“. Diese Begriffe erscheinen nicht neutral eingebettet, sondern werden gezielt hervorgehoben und emotional aufgeladen. So heißt es etwa: „Der Mormone und Zionist Andreas Büttner ist ein Mann mit Prinzipien.“ Was auf den ersten Blick wie eine neutrale Aussage wirken könnte, entfaltet im Kontext der übrigen Beiträge eine klare Funktion: Die wiederholte Verknüpfung religiöser Identität mit politischer Bewertung dient erkennbar der Markierung und Abwertung.
Noch deutlicher wird die Stoßrichtung in direkteren Formulierungen. In einer Antwort schreibt P: „Wird es jetzt eng für den Mormonen?“ Auch hier wird nicht argumentiert, sondern zugespitzt und personalisiert.
Hinzu kommt eine politische Rahmung, die darauf abzielt, Büttner nicht nur als Person, sondern auch als Symbolfigur zu positionieren. So postuliert P: „Wer Die Linke wählt, wählt Andreas Büttner.“ Diese Aussage reduziert komplexe politische Zusammenhänge bewusst auf eine einzelne Person und verknüpft sie mit einer klaren Abwertung.

Parallel dazu finden sich immer wieder Beiträge, die Büttner in ein negatives politisches Umfeld einordnen sollen.

In einem Post heißt es: „Andreas Büttner (ex-CDU, ex-FDP, ex-Linke) im Dialog mit dem AfD-Bot Luisa Vert. Dit sind die Momente, die das Spiel auf dieser kostenlosen App so lustig machen.“ Die Wortwahl ist dabei bewusst abwertend. Der Begriff „AfD-Bot“ dient als politisches Framing, während der Zusatz „lustig machen“ die Situation ins Lächerliche zieht. Auffällig ist zudem die Kombination aus Bild und Text. Wiederholt werden Fotos verwendet, die Büttner in Uniform mit Waffe zeigen, dieses Bild ist aus seiner Zeit bei der Berliner Polizei. Die Bilder werden nicht neutral eingeordnet, sondern in einen Kontext gestellt, der die Wahrnehmung gezielt beeinflusst. Durch die Verbindung mit spöttischen oder politisch zugespitzten Kommentaren entsteht ein Gesamtbild, das über reine Darstellung deutlich hinausgeht.
Statt argumentativer Auseinandersetzung dominieren Verkürzung, Ironisierung und persönliche Zuspitzung. Inhalte werden aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und in einen neuen, abwertenden Kontext gestellt. Auch Reaktionen auf diese Beiträge bestätigen dieses Bild. Kommentare wie „Du machst diese App unterhaltsam“ werden aufgegriffen und bestätigt, während kritische Einordnung oder Widerspruch kaum sichtbar eine Rolle spielen. Dadurch entsteht eine kommunikative Umgebung, in der Zuspitzung und Herabsetzung verstärkt und normalisiert werden.
In der Gesamtschau ergibt sich ein klares Bild: Die Beiträge über Andreas Büttner sind nicht nur kritisch, sondern in vielen Fällen gezielt herabwürdigend, persönlich angreifend formuliert und dienen der der Herabwürdigung seiner Arbeit als Antisemitismusbeauftragter des Landes Brandenburg. Religiöse Zugehörigkeit, politische Positionen und persönliche Eigenschaften werden dabei miteinander vermischt und in einer Weise dargestellt, die geeignet ist, das öffentliche Bild der betroffenen Person und seiner Arbeit nachhaltig zu verzerren.
Dieses Vorgehen fügt sich nahtlos in die bereits zuvor beobachteten Kommunikationsmuster ein. Einzelne Aussagen werden zugespitzt, Kontexte verkürzt und durch emotionale oder abwertende Sprache verstärkt. Die wiederholte Verwendung dieser Mittel legt nahe, dass es sich nicht um spontane Einzeläußerungen handelt, sondern um ein konsistentes Vorgehen.
Angriffe auf Democratia Berlin / JFDA e.V.
Auch die Redaktion von Democratia Berlin geriet wiederholt in den Fokus dieser Vorgehensweise. Die Auswertung der Beiträge zeigt, dass sich die Angriffe nicht auf allgemeine Kritik beschränken, sondern gezielt auf einzelne Personen, Inhalte und das Medium selbst abzielen.
Ein exemplarischer Beitrag verdeutlicht dieses Muster. In einem Post stellt P öffentlich die Frage: „Welcher dieser rechten Medienaktivisten hat gestern für die senatsfinanzierte Pro-Israel-NGO JFDA e.V. gefilmt?“ Bereits die Wortwahl dabei ist nicht neutral. Die Bezeichnung „rechte Medienaktivisten“ erfolgt ohne erkennbare Grundlage und dient erkennbar der politischen Einordnung und Abwertung. Gleichzeitig wird mit dem Begriff „senatsfinanziert“ ein Kontext geschaffen, der geeignet ist, Misstrauen gegenüber der Organisation zu erzeugen.

Dabei handelt es sich beim Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) um einen gemeinnützigen Verein, der sich der Bekämpfung von Antisemitismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit widmet. Die Organisation betreibt Recherchen, erstellt Analysen und führt Feldbeobachtungen sowie politische Bildungsarbeit zu Themen wie Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und Verschwörungsideologien durch. Auch klausuliert er hiermit einem altbekannten antisemitischen Stereotyp, den des jüdischen Finanzkapitals, welches in den Reihen der Regierung Einfluss nimmt.
Im weiteren Verlauf steigert sich die Formulierung deutlich: „War das der KI-Texter und Spendengeldersammler von democratia.bln?“ In diesem Fall wird die Redaktion von Democratia Berlin unmittelbar adressiert und mit verschiedenen negativen Etikettierungen versehen. Begriffe wie „KI-Texter“ und „Spendengeldersammler“ sind nicht als sachliche Beschreibung formuliert, sondern wirken als abwertende und suggerierende Einordnung. Eine konkrete Grundlage oder ein belegbarer Zusammenhang wird in dem Beitrag nicht geliefert. Die Kombination aus namentlicher Nennung des Mediums und unbelegten Diffamierungen erzeugt ein bestimmtes Bild, ohne dass dieses überprüfbar untermauert wird. Es handelt sich damit nicht um eine inhaltliche Auseinandersetzung, sondern um eine Form öffentlicher Diskreditierung. Auffällig ist zudem die gezielte Verknüpfung mit Inhalten des JFDA. Durch diese Einbettung wird ein Zusammenhang suggeriert, der inhaltlich nicht ausgeführt wird, aber geeignet ist, eine Verbindung zwischen dem Medium, einzelnen Personen und politischen Positionen herzustellen. Auch hier zeigt sich das bereits dokumentierte Muster: Aussagen werden verkürzt, Begriffe gezielt gewählt und Zusammenhänge angedeutet, ohne sie nachvollziehbar zu belegen. Die Beiträge enthalten wiederholt herabwürdigende und persönlich angreifende Elemente. Für die Redaktion von Democratia Berlin und die betroffenen Personen hat dieses Vorgehen konkrete Auswirkungen. Durch die öffentliche Verknüpfung von Namen, Funktionen und unbelegten Unterstellungen entsteht ein verzerrtes Bild, das sich innerhalb entsprechender Online-Netzwerke weiterverbreitet. Dieses Vorgehen fügt sich nahtlos in die übrigen dokumentierten Fälle ein, in denen gezielt mit Pointierung, Kontextverkürzung und persönlicher Herabsetzung gearbeitet wird.
Ein klares Muster
Die Gesamtauswertung der Beiträge zeigt, dass P alias „kater hofmann“ seine Inhalte nicht zufällig formuliert, sondern nach einem erkennbaren Prinzip aufbaut. Er wählt gezielt Personen und Themen aus, die in sein Feindbild passen, und bereitet deren Aussagen so auf, dass sie maximal angreifbar sind. Inhalte werden verkürzt wiedergegeben, aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und mit zugespitzten, häufig herabwürdigenden Kommentaren versehen. Vor dem Hintergrund der dokumentierten Beiträge stellt sich zunehmend die Frage nach der rechtlichen Relevanz einzelner Aussagen. Auch die Redaktion von Democratia Berlin prüft fortlaufend, ob und in welchen Fällen rechtliche Schritte erforderlich sind. Es bleibt abzuwarten, wie lange dieses Vorgehen ohne entsprechende Konsequenzen fortgeführt werden kann.

Ganz, ganz starke Recherche! Chapeau!
Jetzt bitte noch eine Recherche zu Daniel S. Und dann ist dieses widerliche Gespann entlarvt!